Auf Bali geht es wieder festlich zu…..

…. unsere balinesischen Freunde bereiten sich in diesen Tagen auf den wichtigsten Feiertag im Jahr vor: Galungan. Galungan ist der Jahrestag der Schöpfer der Welt und wird alle 210 Tage (nach dem balinesischen SAKA-Kalender) gefeiert. Es ist der Beginn eines 10tägigen Festes und endet mit dem Kunigan-Tag.

Es geht jedoch bei Galungan-Kunigan nicht darum, 10 Tage lang ein rauschendes Fest zu feiern, sondern um die tiefe Hingabe der balinesischen Bevölkerung an ihren Glauben. Die Menschen auf Bali glauben fest an das Natürliche, Irdische – aber auch an das Über- und Unterirdische. Ohne Trennung. Das zeigt sich beispielsweise am Gegensatz von Berg und Meer. Die Berge sind den Balinesen heilig, da dort die Götter und die Geister ihrer Ahnen wohnen. Das Meer hingegen bietet den bösen Geistern und Dämonen ihren Lebensraum.

Die Aufgabe der Menschen auf Bali ist – eingewoben in dieses kosmische Gesamtkonzept zwischen göttlichen und dämonischen Kräften – die kosmische Balance zwischen „Gut und Böse“ auf unserer Erde halten. Nicht nur für sich selbst, sondern für alle Menschen auf unserem Planeten. Dies tun sie täglich durch ihre vielfältigen Rituale, Zeremonien und Opferhandlungen sowohl für die Götter als auch für die dunklen Mächte. So stimmen sie die Götter freundlich und besänftigen die Dämonen und bösen Geister.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass auch beim wichtigsten Fest des Jahres die zentrale Bedeutung auf den Kulthandlungen liegt, die die Balinesen für uns vornehmen. Daher beginnen die Vorbereitungen bereits eine Woche vorher. Es müssen ganz spezielle traditionellen Regeln und Zeitpläne eingehalten werden, an denen alle Familien der Dorfgemeinschaft teilnehmen. So werden z. B. Dekorationen aus Kokospalmblättern geflochten, bunte Reisküchlein gebacken und andere Süßigkeiten hergestellt, die später als Opfergaben dienen. Jeder Opfergabe kommt dabei eine rituelle Bedeutung zu.

Am auffallendsten sind jedoch die „Penjors“, mit denen das Dorf am Tag vor Galungan geschmückt wird. Der Penjor gilt als Symbol der Hingabe und steht für die Anwesenheit des Schöpfergottes. Bei den Penjors handelt es sich um Bambusstangen, die rechts und links der Straße aufgestellt werden und deren Bögen sich zur Straßenmitte hin neigen. Sie werden z. B. mit Palmblättern, Früchten und weißen und gelben Stoffstücken geschmückt.

Wir wünschen unseren balinesischen Freunden eine wundervolle Galungan-Kuningan-Zeit!